Diabetes-Test: Risiko-Quiz in 2 Minuten prüfen
Ein Diabetes-Test kann ein Online-Risiko-Check, ein Schnelltest in der Apotheke oder ein Labortest beim Arzt sein. Ein Online-Risiko-Test oder ein Einzelwert aus Apotheke oder Heimgerät kann Diabetes jedoch nicht diagnostizieren. Eine gesicherte Diagnose erfolgt immer durch ärztlich bewertete Bluttests – Nüchternblutzucker, HbA1c oder oGTT (1, 2).
Dieser Artikel richtet sich an Erwachsene ohne Diabetes-Diagnose, an Menschen mit Verdacht auf Prädiabetes und an Angehörige. Er ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnostik. Lassen Sie auffällige Werte immer ärztlich abklären.
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Diabetes in Deutschland: Die wichtigsten Zahlen
Die Diabetes-Prävalenz in Deutschland ist hoch und steigt weiter. Nach Daten des RKI-Panels 2024 und des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes 2026 leben aktuell rund 9,3 Millionen Menschen mit diagnostiziertem Typ-2-Diabetes. Inklusive unerkannter Fälle sowie aller Diabetes-Formen gehen Schätzungen von bis zu 11 Millionen Betroffenen aus; Prognosen der RKI rechnen bis 2040 mit einem weiteren Anstieg (3, 4).
- 9,3 Millionen diagnostizierter Typ-2-Diabetes (3, 4)
- 2 Millionen leben mit unerkanntem Typ-2-Diabetes (5)
- 450.000 Neuerkrankungen pro Jahr (4)
- ~8 Jahre durchschnittliche Zeit bis zur Diagnose (5)
- ~20 Prozent der Erwachsenen haben Prädiabetes (6)
- Diabetes ist mit einer deutlich erhöhten Krankheits- und Sterblichkeitslast verbunden (4)
Diabetes erkennen: Symptome und Anzeichen
Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft über Jahre, ohne klare Diabetes-Symptome. Stoffwechselveränderungen wie eine Insulinresistenz können lange vor der Diagnose bestehen. Steigen die Blutzuckerwerte dauerhaft an, erhöht das das Risiko für Schäden an Gefäßen, Nerven und Organen – genau deshalb ist die Diabetes-Früherkennung so entscheidend (6).
Die 4 Warnzeichen für Diabetes
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) benennt vier zentrale Warnzeichen (7):
- Ständiger Durst und trockener Mund
- Häufiges Wasserlassen, besonders nachts
- Unerwünschter Gewichtsverlust ohne erklärbare Ursache
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
Weitere Diabetes-Anzeichen bei Typ 2
Zusätzlich zu den vier Warnzeichen können folgende Symptome auftreten:
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
- Schlecht heilende Wunden oder wiederkehrende Infekte
- Trockene oder juckende Haut
- Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füßen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Bei Frauen: wiederkehrende Harnwegs- oder Pilzinfektionen
- Bei Männern: erektile Dysfunktion
Erkennen Sie mehrere dieser Anzeichen bei sich? Dann sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Ein einfacher Bluttest schafft Klarheit.
Laut diabetesDE leben rund 2 Millionen Menschen in Deutschland mit unerkanntem Typ-2-Diabetes. Im Durchschnitt vergehen etwa 8 Jahre bis zur Diagnose – manchmal erst bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall (5, 8).
Diabetes Typ 1 oder 2: Worin liegt der Unterschied?
Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Die beiden Haupttypen unterscheiden sich in Ursache, Verlauf und Behandlung grundlegend.
| Merkmal | Typ 1 | Typ 2 | Prädiabetes |
|---|---|---|---|
| Beginn | Plötzlich (Tage/Wochen) | Schleichend (Monate/Jahre) | Keine Symptome |
| Alter | Meist Kindheit/Jugend | Häufiger im mittleren/höheren Erwachsenenalter; kann aber auch jüngere Menschen betreffen | Jedes Alter |
| Anteil | ~5–10 % (~340.000 + 35.000 Kinder) | ~90–95 % (~9,3 Mio.) | ~20 % der Erwachsenen |
| Ursache | Autoimmunreaktion | Insulinresistenz | Gestörte Glukosetoleranz |
| Umkehrbar? | Nicht heilbar* | Remission möglich** | Normalisierung möglich*** |
| Diagnose | Autoantikörper + C-Peptid | HbA1c, Nüchtern-BZ, oGTT | HbA1c, Nüchtern-BZ, oGTT |
* Typ-1-Diabetes ist nicht heilbar und erfordert lebenslange Insulintherapie.
** Bei Typ 2 ist in frühen Stadien und bei manchen Menschen eine Remission möglich – häufig durch Gewichtsabnahme und Lebensstiländerungen.
*** Bei Prädiabetes können sich die Werte durch Bewegung, Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion normalisieren.
Zur Unterscheidung der Typen bestimmt der Arzt Autoantikörper im Blut. Anti-GAD-Antikörper gehören zu den wichtigsten Autoantikörpern bei Verdacht auf einen autoimmunen Diabetes und werden bei Erwachsenen mit Verdacht auf eine späte autoimmune Diabetes-Form (LADA) häufig zuerst bestimmt (2). Der C-Peptid-Wert zeigt, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert: bei Typ 1 ist er vermindert bis fehlend, bei Typ 2 zu Beginn oft erhöht und erst im Verlauf vermindert (2).
Neben Typ 1 und Typ 2 gibt es weitere, seltenere Diabetes-Formen – zum Beispiel Schwangerschaftsdiabetes, MODY oder pankreopriver Diabetes. Mehr dazu im Ratgeber Diabetes Typ 3 →.
Welche Diabetes-Tests gibt es?
Für die erste Orientierung kommen Apothekenmessungen und HbA1c-Send-in-Kits für zuhause infrage. Eine gesicherte Diagnose erfolgt jedoch nur ärztlich – über Nüchternblutzucker, HbA1c oder oGTT. Die folgenden Optionen unterscheiden sich in Aussagekraft, Kosten und Zugang.
Diabetes-Test in der Apotheke
Viele Apotheken bieten einen schnellen Blutzucker-Test an. Dabei wird ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen und mit einem Messgerät analysiert.
- Kosten: 2–5 Euro
- Dauer: Wenige Minuten
- Was wird gemessen: Aktueller Blutzuckerwert (Gelegenheitsblutzucker)
- Einschränkung: Misst nur den Momentanwert. Kann Diabetes weder bestätigen noch ausschließen. Bei auffälligen Werten sollten Sie zeitnah Ihren Hausarzt kontaktieren, um die Werte ärztlich abklären zu lassen.
Einige Apotheken bieten zusätzlich eine HbA1c-Messung an – entweder als Point-of-Care-Test oder als Send-in-Kit mit Laborauswertung. Das Ergebnis zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen und kann eine erste Einordnung liefern. Für eine gesicherte Diagnose ist jedoch weiterhin ein ärztlicher Bluttest erforderlich.
Diabetes-Test beim Arzt
Der Hausarzt verfügt über präzise Labortests, die eine Diabetes-Diagnose sichern. Die DDG empfiehlt die gleichzeitige Messung von Glukose und HbA1c (1).
Die folgenden Werte erfüllen jeweils ein diagnostisches Kriterium. Bei fehlenden typischen Symptomen ist in der Regel eine Bestätigung durch einen zweiten Test erforderlich (1, 2, 9).
Nüchternblutzucker: Sie kommen morgens nüchtern in die Praxis (8–12 Stunden ohne Essen). Ab 126 mg/dL (7,0 mmol/L) spricht das Ergebnis für Diabetes.
HbA1c (Langzeitblutzucker): Misst den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen. Kein Nüchternsein erforderlich. Ab 6,5 % (48 mmol/mol) gilt als Diabetes. Bestimmte Zustände (z. B. Anämien oder Erkrankungen, die die Lebensdauer roter Blutkörperchen verändern) können das Ergebnis verfälschen – der Arzt bewertet den HbA1c deshalb immer im Gesamtkontext (2).
Oraler Glukosetoleranztest (oGTT): Besonders aussagekräftig, wenn Nüchternglukose oder HbA1c keine eindeutige Einordnung erlauben. Nach dem Nüchternblutzucker trinken Sie eine Zuckerlösung (75 g Glukose). Nach 2 Stunden wird erneut Blut abgenommen. Ab 200 mg/dL (11,1 mmol/L) ist Diabetes bestätigt.
Für eine gesicherte Diagnose sind laut DDG-Leitlinie mindestens zwei auffällige Messungen erforderlich – außer es liegen gleichzeitig typische Symptome vor (1, 9).
Diabetes-Test zu Hause
Für eine erste Orientierung zuhause gibt es HbA1c-Send-in-Kits. Sie nehmen eine kleine Blutprobe mit einer Fingerstechhilfe, senden die Probe auf einer Trockenblutkarte ins Labor und erhalten das Ergebnis digital.
- Was wird gemessen: HbA1c (Langzeitblutzucker der letzten 8–12 Wochen)
- Analyse: Laborauswertung der Trockenblutprobe
- Dauer bis Ergebnis: ca. 5 Werktage
- Kosten: je nach Anbieter ca. 40–50 Euro
- Ergebnis: HbA1c-Wert mit Einordnung (normal, leicht erhöht, hoch)
Solche Send-in-Kits werden z. B. von Anbietern wie cerascreen angeboten. Die Qualität und Aussagekraft hängt vom Labor und vom zugrundeliegenden Analyseverfahren ab.
Wichtig: Ein auffälliges Ergebnis ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei erhöhten Werten sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um die Diagnose zu bestätigen und weitere Schritte zu besprechen.
Was kostet ein Diabetes-Test?
Die Kosten für einen Diabetes-Test hängen davon ab, wo und wie Sie testen. Hier ein Überblick der gängigen Optionen:
| Test | Kosten | Bemerkung |
|---|---|---|
| Apotheken-Schnelltest (Blutzucker) | 2–5 Euro | Nur Momentanwert |
| HbA1c in der Apotheke | ca. 15–25 Euro | Selbstzahler; als Orientierung |
| Check-up 35 (Hausarzt) | Kostenlos | Kassenleistung ab 35, in der Regel alle 3 Jahre. Ob und welche Laborwerte bestimmt werden, richtet sich nach Untersuchung, Risikoprofil und ärztlicher Einschätzung |
| HbA1c als Screening beim Arzt | Selbstzahler (IGeL) | Ohne vorherigen auffälligen Wert keine Kassenleistung (10) |
| oGTT beim Arzt | Kassenleistung bei Verdacht | Wenn Check-up auffällig oder Risikofaktoren vorliegen |
| HbA1c-Send-in-Kit (zu Hause) | ca. 40–50 Euro | Akkreditiertes Laborergebnis als Orientierung |
Diabetes-Werte und Blutzucker-Grenzwerte: Ab wann ist es Diabetes?
Die folgende Tabelle zeigt die Grenzwerte nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der ADA (1, 2):
| Messung | Normal | Prädiabetes | Diabetes |
|---|---|---|---|
| Nüchternblutzucker | < 100 mg/dL (< 5,6 mmol/L) | 100–125 mg/dL | ≥ 126 mg/dL (≥ 7,0 mmol/L) |
| HbA1c | < 5,7 % (< 39 mmol/mol) | 5,7–6,4 % | ≥ 6,5 % (≥ 48 mmol/mol) |
| oGTT (2-Stunden-Wert) | < 140 mg/dL (< 7,8 mmol/L) | 140–199 mg/dL | ≥ 200 mg/dL (≥ 11,1 mmol/L) |
| Gelegenheits-BZ | – | – | ≥ 200 mg/dL bei Symptomen |
Die DDG und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betonen: Prädiabetes ist keine harmlose Grauzone. Bereits leicht erhöhte Werte gehen mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechsel- und Gefäßschäden einher. Deshalb lohnt sich eine frühe Abklärung (6).
Prädiabetes: Wie erkennt man die Vorstufe von Diabetes?
Schätzungen zufolge hat etwa jeder fünfte Erwachsene in Deutschland Prädiabetes – oft ohne es zu wissen. Die Diabetes-Vorstufe verursacht in der Regel keine spürbaren Beschwerden und lässt sich nur durch einen Bluttest nachweisen (6).
Risikofaktoren für Prädiabetes
- Übergewicht, besonders am Bauch (über 88 cm bei Frauen, über 102 cm bei Männern)
- Weniger als 30 Minuten Bewegung pro Tag
- Diabetes in der Familie (Eltern, Geschwister)
- Alter über 45 Jahre
- Früher erhöhte Blutzuckerwerte (z. B. Schwangerschaftsdiabetes)
- Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte
- Rauchen
Bei Prädiabetes können sich die Werte normalisieren
Die gute Nachricht: Bei Prädiabetes können sich die Werte durch konsequente Lebensstiländerungen wieder normalisieren oder das Fortschreiten lässt sich deutlich verzögern. Die DDG beziffert die mögliche Risikoreduktion auf 40–70 Prozent (6). Die DPP-Studie zeigte: Gewichtsabnahme, Bewegung und angepasste Ernährung senkten das Diabetesrisiko um 58 Prozent innerhalb von 3 Jahren (11). Auch nach 21 Jahren Follow-up blieb die Lebensstilgruppe 24 Prozent weniger betroffen – mit einer durchschnittlichen Verzögerung des Ausbruchs um 3,5 Jahre (12).
Ohne Gegenmaßnahmen steigt das Risiko, in den folgenden Jahren einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, deutlich an. Schätzungen zufolge entwickeln 5–10 Prozent der Betroffenen pro Jahr die Vollform – die individuelle Entwicklung verläuft jedoch sehr unterschiedlich (6).
Nächste Schritte
Ihr Risiko einschätzen: Noch keine Diagnose? In 8 Fragen zu Alter, BMI, Bauchumfang, Bewegung und familiärer Vorbelastung erfahren Sie Ihr persönliches 10-Jahres-Risiko für Typ-2-Diabetes (13, 14). Diabetes-Risiko-Check starten →
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Weiterführende Ratgeber: Was versteht man unter Insulinresistenz? und Blutzuckerwerte bei Diabetes Typ 2.
Häufige Fragen
Wie kann ich selbst testen, ob ich Diabetes habe?
Ein Online-Risiko-Check wie unser FINDRISK-basierter Test bewertet 8 Risikofaktoren (Alter, BMI, Bauchumfang, Bewegung, Ernährung, Blutdruck, Blutzucker-Vorgeschichte, Familienanamnese) und zeigt Ihnen Ihr 10-Jahres-Risiko als Prozentwert (13, 14). Für eine sichere Diagnose brauchen Sie danach einen Bluttest beim Arzt – Nüchternblutzucker, HbA1c oder oGTT.
Was sind die 4 Warnzeichen für Diabetes?
Die DDG nennt vier Warnzeichen: ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, unerwünschter Gewichtsverlust und anhaltende Müdigkeit. Bei Typ-2-Diabetes können diese Symptome so mild sein, dass sie übersehen werden (7).
Was kostet ein Zuckertest in der Apotheke?
Ein Blutzucker-Schnelltest in der Apotheke kostet 2–5 Euro. Einige Apotheken bieten zusätzlich eine HbA1c-Messung für ca. 15–25 Euro an. Der Check-up 35 beim Hausarzt ist für gesetzlich Versicherte ab 35 eine Kassenleistung – in der Regel alle drei Jahre. HbA1c-Send-in-Kits für zuhause kosten je nach Anbieter etwa 40–50 Euro.
Kann ich in der Apotheke testen, ob ich Diabetes habe?
Die Apotheke misst nur den aktuellen Blutzuckerwert (Gelegenheitsblutzucker). Das reicht nicht für eine Diagnose. Bei auffälligen Werten sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen, der Nüchternblutzucker und HbA1c bestimmen kann.
Kann ein Urin-Test Diabetes nachweisen?
Urin-Teststreifen auf Glukose sind für die Früherkennung von Diabetes nicht geeignet. Sie schlagen erst bei stark erhöhten Blutzuckerwerten (meist über ca. 180 mg/dL im Blut) an und übersehen damit den Großteil aller Diabetes-Fälle. In der modernen Diagnostik werden sie durch Bluttests (HbA1c, Nüchternblutzucker, oGTT) ersetzt.
Kann man Diabetes durch einen Bluttest feststellen?
Ja. Der HbA1c-Wert misst den durchschnittlichen Blutzucker der vergangenen 8–12 Wochen und erfordert kein Nüchternsein. Ein HbA1c-Wert ab 6,5 % erreicht den diagnostischen Grenzwert für Diabetes, muss aber ärztlich eingeordnet und bei fehlenden typischen Symptomen meist durch einen zweiten Test bestätigt werden. Die DDG empfiehlt die gleichzeitige Messung von HbA1c und Nüchternglukose (1).
Wie oft sollte man sich auf Diabetes testen lassen?
Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte in der Regel alle drei Jahre Anspruch auf den Check-up 35, der eine Gesundheitsuntersuchung beim Hausarzt umfasst. Bei Risikofaktoren (familiäre Belastung, Übergewicht, Bluthochdruck) empfiehlt die DDG häufigere Kontrollen.
Ist der Online-Diabetes-Test zuverlässig?
Unser Risiko-Check basiert auf dem FINDRISK-Fragebogen, der international validiert und vom DIfE für die deutsche Bevölkerung angepasst wurde (EPIC-Heidelberg, MONICA/KORA-Daten) (13, 14). Er ist ein validierter Fragebogen zur Abschätzung des statistischen 10-Jahres-Risikos und ersetzt keine ärztliche Diagnostik – eine individuelle Diagnose stellt er nicht. Bei erhöhtem Ergebnis sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Wie merkt man die Vorstufe von Diabetes?
Prädiabetes verursacht fast nie spürbare Symptome. Er lässt sich nur durch einen Bluttest feststellen. Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, familiäre Belastung und Alter über 45 erhöhen die Wahrscheinlichkeit (6).
Dieser Artikel stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Bei Fragen zu Ihren Blutzuckerwerten oder Symptomen wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt.
- Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (2023). "Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes, Version 3.0 – Kapitel 4: Diagnostik". [online] Verfügbar unter: https://www.leitlinien.de/themen/diabetes/version-3/kapitel-4
- American Diabetes Association (2026). "2. Diagnosis and Classification of Diabetes: Standards of Care in Diabetes—2026". Diabetes Care, 49(Supplement 1), S27-S49. https://diabetesjournals.org/care/article/49/Supplement_1/S27/163926/2-Diagnosis-and-Classification-of-Diabetes
- Robert Koch-Institut (2024). "Faktenblatt Diabetes mellitus – Daten des RKI-Panels 2024". [online] Verfügbar unter: https://www.rki.de
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) (2025). "Zum Weltdiabetestag zeigt der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2026: Warum Handeln jetzt wichtiger ist denn je". [online] Verfügbar unter: https://www.ddg.info/presse/2025/zum-weltdiabetestag-zeigt-der-deutsche-gesundheitsbericht-diabetes-2026-warum-handeln-jetzt-wichtiger-ist-denn-je
- diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. "Diabetes in Zahlen". [online] Verfügbar unter: https://www.diabetesde.org
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) (2024). "Prädiabetes – Typ-2-Diabetes beginnt Jahre vor Ausbruch schleichend". [online] Verfügbar unter: https://www.ddg.info/presse/2024/praediabetes-typ-2-diabetes-beginnt-jahre-vor-ausbruch-schleichend
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) (2024). "DDG weist auf wichtige Diabetes-Warnzeichen hin". [online] Verfügbar unter: https://www.ddg.info/presse/2024/ddg-weist-auf-wichtige-diabetes-warnzeichen-hin
- LADR Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft (2024). "Nicht erkannt, nicht behandelt: Hohe Dunkelziffer bei Diabetes". [online] Verfügbar unter: https://www.ladr.de/news/detail/nicht-erkannt-nicht-behandelt-hohe-dunkelziffer-bei-diabetes
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). "Wie wird Diabetes mellitus festgestellt?". gesundheitsinformation.de. [online] Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-diabetes-mellitus-festgestellt.html
- IGeL Monitor. "HbA1c-Bestimmung zur Früherkennung eines Typ-2-Diabetes". [online] Verfügbar unter: https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/hba1c-bestimmung-zur-frueherkennung-eines-typ-2-diabetes.html
- Knowler, W.C., Barrett-Connor, E., Fowler, S.E. et al. (2002). "Reduction in the Incidence of Type 2 Diabetes with Lifestyle Intervention or Metformin". New England Journal of Medicine, 346(6), 393-403. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa012512
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) (2025). "Studie zeigt: Frühzeitige Maßnahmen verzögern Diabetes-Erkrankung um Jahre". [online] Verfügbar unter: https://www.ddg.info/presse/2025/studie-zeigt-fruehzeitige-massnahmen-verzoegern-diabetes-erkrankung-um-jahre
- Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE). "Deutscher Diabetes-Risiko-Test (FINDRISK)". [online] Verfügbar unter: http://drs.dife.de/
- Lindström, J. & Tuomilehto, J. (2003). "The Diabetes Risk Score: A Practical Tool to Predict Type 2 Diabetes Risk". Diabetes Care, 26(3), 725-731. https://diabetesjournals.org/care/article/26/3/725/23648/The-Diabetes-Risk-Score
