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Diabetes Typ 1: Symptome & Risikofaktoren

Diabetes Typ 1: Symptome & Risikofaktoren

Was ist Diabetes Typ 1?

Typ-1-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse wenig oder kein Insulin produziert, ein Hormon, das benötigt wird, damit Zucker (Glukose) zur Energiegewinnung in die Zellen gelangen kann. Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes, der häufig bei Menschen mit höherem Alter und starkem Übergewicht in Verbindung gebracht wird, diagnostiziert man Typ-1-Diabetes eher bei Kindern und jungen Erwachsenen – daher wurde er früher auch als Jugenddiabetes bezeichnet.

Wie sich Diabetes Typ 1 entwickelt

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass das körpereigene Immunsystem, das normalerweise schädliche Bakterien und Viren bekämpft, fälschlicherweise die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Die genaue Ursache dieser Autoimmunreaktion ist noch nicht vollständig geklärt, man geht jedoch davon aus, dass eine Kombination aus genetischen und umweltbedingten Faktoren dafür verantwortlich ist.

Symptome von Diabetes Typ 1

Symptome Typ-1-Diabetes können sich schnell entwickeln, in der Regel innerhalb weniger Wochen. Sie umfassen:

  • Vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen: Überschüssiger Zucker, der sich im Blut ansammelt, entzieht dem Gewebe Flüssigkeit, was zu mehr Durst und häufigem Urinieren führt.
  • Extremer Hunger: Ohne genügend Insulin, das den Zucker in die Zellen transportiert, wird den Muskeln und Organen die Energie entzogen, was zu starkem Hunger führt.
  • Unbeabsichtigtes Abnehmen: Obwohl mehr als sonst gegessen wird, um den Hunger zu stillen, kommt es möglicherweise zu einem Gewichtsverlust, weil der Körper auf alternative Brennstoffe zurückgreift, die in Muskeln und Fett gespeichert sind.
  • Müdigkeit: Wenn den Zellen Zucker entzogen wird, kann dies zu Müdigkeit und Reizbarkeit führen.
  • Verschwommene Sicht: Wenn der Blutzucker zu hoch ist, kann Flüssigkeit aus den Linsen der Augen gezogen werden, was die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, beeinträchtigt.

Diagnose von Diabetes Typ 1

Zur Diagnose Typ-1-Diabetes gehören mehrere Tests, die den Blutzuckerspiegel messen. Zu diesen Tests gehören:

  • Test auf glykiertes Hämoglobin (HbA1c): Mit diesem Test wird der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate gemessen. Ein HbA1c-Wert von 6,5 % oder höher bei zwei separaten Tests deutet auf Diabetes hin.
  • Stichprobenartiger Blutzuckertest: Zu einem zufälligen Zeitpunkt wird eine Blutprobe entnommen. Die Blutzuckerwerte werden in Millimol pro Liter (mmol/l) oder Milligramm pro Deziliter (mg/dl) angegeben. Ein Blutzuckerwert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher deutet auf Diabetes hin.
  • Nüchtern-Blutzuckertest: Nach einer nächtlichen Nüchternheit wird eine Blutprobe entnommen. Ein Nüchternblutzuckerspiegel von weniger als 100 mg/dl (5,6 mmol/l) ist normal. Ein Wert von 100 bis 125 mg/dl (5,6 bis 6,9 mmol/l) gilt als Prädiabetes, und ein Wert von 126 mg/dl (7 mmol/l) oder höher bei zwei separaten Tests deutet auf Diabetes hin.

Umgang mit Diabetes Typ 1

Typ-1-Diabetes kann nicht geheilt werden, aber er lässt sich in den Griff bekommen:

  • Insulintherapie: Alle Menschen mit Diabetes Typ 1 benötigen eine Insulintherapie, um zu überleben. Es gibt verschiedene Arten von Insulin, darunter schnell wirkendes Insulin, lang wirkendes Insulin und Intermediärinsulin (dazwischen liegendes Insulin).
  • Blutzuckerkontrolle: Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Dies kann mit herkömmlichen Blutzuckermessgeräten oder kontinuierlich messenden Glukosesensoren geschehen.
  • Ernährung und Bewegung: Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung können dabei helfen, den Diabetes in den Griff zu bekommen und ein gesundes Gewicht zu halten.
  • Aufklärung: Die Vermittlung von Wissen über Diabetes und ein aktives Selbstmanagement können die Blutzuckereinstellung und die Lebensqualität verbessern.

Risikofaktoren und Vorbeugung

Typ-1-Diabetes lässt sich nicht vermeiden, da er durch eine genetische Veranlagung und möglicherweise einen unbekannten Auslöser verursacht wird, der das Immunsystem veranlasst, die Bauchspeicheldrüse anzugreifen. Allerdings kann das frühzeitige Erkennen der Symptome gesundheitliche Komplikationen verhindern.

Risikogruppen

Diabetes Typ 1 kann sich in jedem Alter entwickeln, tritt aber häufiger im Kindes- oder Jugendalter auf. Wenn ein Familienmitglied an Diabetes Typ 1 erkrankt ist, erhöht sich das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken, leicht.

Fazit

Typ-1-Diabetes ist eine lebensverändernde Erkrankung, aber mit der richtigen Behandlung und einer Anpassung des Lebensstils können die Betroffenen ihren Diabetes in den Griff bekommen und ein gesundes Leben führen.

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