Startseite Leben mit Diabetes Adipositas im Zusammenhang mit Diabetes Typ 2

Adipositas im Zusammenhang mit Diabetes Typ 2

Blutzuckermessgerät Adipositas.

Adipositas

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Adipositas (Fettleibigkeit) und Diabetes Typ 2?

Adipositas und Diabetes Typ 2 sind eng miteinander verbunden und stellen ein erhebliches Problem für die globale Gesundheit dar. Es ist wichtig, diesen Zusammenhang zu verstehen, da beide Erkrankungen immer häufiger auftreten. In diesem Artikel wird untersucht, wie Fettleibigkeit zur Entwicklung von Typ-2-Diabetes beiträgt, wie beide Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden und was man tun kann, um ihnen vorzubeugen.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist eine Erkrankung, bei der sich überschüssiges Körperfett in einem Ausmaß angesammelt hat, das negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Es wird typischerweise anhand des BMI gemessen, der das Gewicht im Verhältnis zur Höhe berechnet. Ab einem BMI von 30 gilt man als fettleibig.

Was ist Diabetes Typ 2?

Es ist eine chronische Erkrankung, die die Art und Weise beeinträchtigt, wie der Körper Blutzucker (Glukose) verarbeitet. Bei Typ-2-Diabetes widersetzt sich der Körper entweder der Wirkung von Insulin – einem Hormon, das die Bewegung von Zucker in Ihre Zellen reguliert – oder produziert nicht mehr genug Insulin, um einen normalen Glukosespiegel aufrechtzuerhalten.

Wie entwickelt sich Adipositas zu Diabetes Typ 2?

Fettleibigkeit bedeutet eine erhöhte Fettansammlung, vor allem viszerales Fett im Bauchraum, das besonders hormonell aktiv ist. Dieses Fettgewebe setzt entzündungsfördernde Botenstoffe und Hormone frei, die zu einer Insulinresistenz führen können. Insulinresistenz ist ein Zustand, bei dem Körperzellen nicht normal auf Insulin reagieren und Glukose nicht so leicht in die Zellen eindringen kann. Dadurch kommt es zu einer hohen Glukosekonzentration im Blutkreislauf, die zu Diabetes Typ 2 führt.

Symptome von Typ-2-Diabetes im Zusammenhang mit Adipositas

Die Symptome von Diabetes Typ 2 entwickeln sich oft langsam. Man bemerkt sie möglicherweise erst, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Sie beinhalten:

  • Erhöhter Durst und häufiges Wasserlassen
  • Erhöhter Hunger
  • Gewichtsverlust, ohne es zu versuchen
  • Ermüdung

Diagnose von Adipositas und Diabetes Typ 2

Adipositas wird hauptsächlich durch die Messung des BMI diagnostiziert. Ein BMI von 30 oder mehr weist auf Fettleibigkeit hin. Auch zusätzliche Tests wie die Messung des Taillenumfangs sind sinnvoll, da sie Aufschluss über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes geben.

Typ-2-Diabetes wird durch mehrere Blutuntersuchungen diagnostiziert:

  • Nüchtern-Plasmaglukosetest: Misst den Blutzucker nach nächtlichem Fasten. Ein Nüchtern-Blutzuckerspiegel ab einer Grenze von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder mehr bei zwei getrennten Tests weist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Diabetes hin.
  • Oraler Glukosetoleranztest (OGTT): Der Blutzucker wird regelmäßig mehrere Stunden lang nach dem Konsum eines zuckerreichen Getränks getestet.
  • Hämoglobin-A1c-Test: Dieser Test zeigt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate. Ein A1c-Wert von 6,5 Prozent oder mehr bei zwei getrennten Tests bedeutet, dass man höchstwahrscheinlich an Diabetes leidet.

Behandlung und Management

Umgang mit Adipositas

  • Ernährungsumstellung: D.h. Reduktion von Kalorienaufnahme und auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, mageren Eiweißquellen und Vollkornprodukten, aber auch einer angemessenen Zufuhr an qualitativ hochwertigen Fetten und Ölen achten.
  • Körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung – laut den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation mindestens 150 Minuten pro Woche moderate aerobe Aktivität (= jegliche Form von Ausdauersport). Je mehr, desto besser.
  • Verhaltensänderungen: Lebensstilinterventionen, die Verhaltensstrategien umfassen, die Ihnen helfen, dauerhafte Ernährungsumstellungen vorzunehmen.

Umgang mit Diabetes-Typ-2

  • Überwachung des Blutzuckers: Regelmäßige Messung des Blutzuckerspiegels.
  • Ernährung und Bewegung: Ähnliche Strategien wie bei der Behandlung von Fettleibigkeit.
  • Medikamente: Wenn eine Änderung des Lebensstils nicht ausreicht, empfiehlt der Arzt oder die Ärztin möglicherweise Diabetes-Medikamente oder eine Insulintherapie.

Prävention von Adipositas

Die Vorbeugung von Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 erfordern ähnliche Strategien:

  • Gesunde Ernährung: Hauptaugenmerk auf pflanzliche, minimal industriell verarbeitete Lebensmittel und magere Proteinquellen.
  • Regelmäßige körperliche Aktivität: Hilft bei der Gewichtskontrolle, verbraucht Glukose als Energie und macht die Zellen empfindlicher auf Insulin.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Früherkennung kann Komplikationen verhindern.

Risikofaktoren und -gruppen die von Adipositas betroffen sind

Zu den Risikofaktoren für Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 gehören:

  • Genetik: Familienanamnese beider Erkrankungen erhöht das Risiko.
  • Alter: Das Risiko steigt mit dem Alter.
  • Inaktivität: Führt tendenziell zu Gewichtszunahme und Insulinresistenz.
  • Ernährung: Kalorienreiche Ernährung, viel verarbeitete Lebensmittel statt frisch gekochtes Essen und zuckerhaltige Getränke.

Fazit

Das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Adipositas und Diabetes Typ 2 ist für die Prävention und Behandlung von entscheidender Bedeutung. Indem man durch Ernährung und Bewegung ein gesundes Gewicht hält, kann man das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich senken.

Vitadio - Die App, die Ihnen dabei hilft, mit Genuss zu leben.
Machen Sie heute den ersten schritt!

Die App, die Ihnen dabei hilft, mit Genuss zu leben.

Jetzt starten
Vitadio - Die App, die Ihnen dabei hilft, mit Genuss zu leben.