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Vitadio Wissesdatenbank Gewicht reduzieren Warum ist Fettleibigkeit gefährlich?

Warum ist Fettleibigkeit gefährlich?

Adipositas ist definiert als eine Krankheit, bei der eine übermäßige Menge an Fett im Körper gespeichert wird. Der Body Mass Index (BMI) wird am häufigsten zur Klassifizierung von Fettleibigkeit verwendet, wobei Fettleibigkeit einem BMI von 30 und höher entspricht.

Da die BMI Tabelle den Körperfettanteil oder die Fettverteilung nicht berücksichtigt, wird auch der Taillenumfang zur Bewertung herangezogen. Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden hauptsächlich mit der androiden Form der Adipositas in Verbindung gebracht.

 

BMI Tabelle:

Erhöhtes Gesundheitsrisiko Hohes Gesundheitsrisiko
Frauen 80 cm 88 cm
Männer   94 cm 102 cm

 

BMI Grad des Übergewichts
25-29,5 Übergewicht
30-34,9 Adipositas Grad I
35-39,9 Fettleibigkeit Grad II
40 Fettleibigkeit Grad III

 

Fettleibigkeit wird mit einer Reihe von gesundheitlichen Komplikationen in Verbindung gebracht. Sie lassen sich in mechanische und kardiometabolische Komplikationen unterteilen.

Mechanische Komplikationen sind eine direkte Folge des erhöhten Körpergewichts, das den Bewegungsapparat belastet und zur Entwicklung von Arthrose und Osteoarthritis beiträgt. Adipositas wird auch mit dem Schlafapnoe-Syndrom oder der gastroösophagealen Refluxkrankheit in Verbindung gebracht. 

 

Zu den kardiometabolischen Komplikationen gehören: 

 

Insulinresistenz – ein Zustand, bei dem der Körper nicht angemessen auf das Hormon Insulin reagiert, das unter normalen Bedingungen den Zucker in die Zellen eindringen lässt und den Blutzuckerspiegel senkt. Im Laufe der Zeit versucht die Bauchspeicheldrüse, diese Resistenz durch eine erhöhte Insulinproduktion auszugleichen. Nach längerer Zeit nimmt die Produktion jedoch ab, der Blutzuckerspiegel steigt an und es entwickelt sich Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.

 

Dyslipidämie – Fettleibigkeit wird mit verschiedenen Störungen des Fettstoffwechsels in Verbindung gebracht. Am häufigsten kommt es jedoch zu einem Anstieg der Triacylglycerine, einem Anstieg des LDL-Cholesterins (schlechtes Cholesterin) und einem Rückgang des HDL-Cholesterins (gutes Cholesterin). Diese Kombination führt zu einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen. 

 

Arterielle Hypertonie – ist ein wiederkehrender oder anhaltender Anstieg des Blutdrucks auf Werte von 140/90 oder höher. Die arterielle Hypertonie ist mit einem Risiko für kardiovaskuläre und zerebrale Komplikationen verbunden. 

 

Nicht-alkoholische Steatose der Leber – ist eine Fettlebererkrankung, die durch die Ansammlung von Fett in den Leberzellen entsteht und in der Regel mit dem metabolischen Syndrom, und auch mit Übergewicht, einhergeht. 

 

Krebs – Fettleibigkeit soll auch ein Risikofaktor für verschiedene Krebsarten sein. Am häufigsten wird es mit Krebserkrankungen der Speiseröhre, des Dickdarms, der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase oder mit Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause in Verbindung gebracht. 

 

Fettleibigkeit birgt eine Vielzahl von Risikofaktoren für die Gesundheit. Positiv zu vermerken ist, dass selbst ein bescheidener Gewichtsverlust (5-10 % des Ausgangsgewichts) zu einer verbesserten Gesundheit und einer deutlichen Verringerung des kardiovaskulären Risikos führt. 

Wenn also eine Person 100 Kilo wiegt, trägt eine Gewichtsabnahme von 5-10 Kilo erheblich zur Gesundheit bei und verringert das Risiko, gesundheitliche Probleme und Komplikationen zu entwickeln. Zu den gängigen Behandlungsmethoden für Übergewicht und Fettleibigkeit gehören Gewichtsabnahme durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Betätigung, ausreichend Schlaf und psychisches Wohlbefinden. 

Quellen:

http://obesitas.sk/wp-content/uploads/2016/08/VIA_1_2015_final_fabryova.pdf

https://www.medicinapropraxi.cz/pdfs/med/2012/11/08.pdf

https://www.ikem.cz/cs/arterialni-hypertenze/a-435/

https://www.internimedicina.cz/pdfs/int/2015/05/03.pdf 

https://www.niddk.nih.gov/health-information/weight-management/adult-overweight-obesity/treatment

https://www.solen.cz/pdfs/med/2010/01/05.pdf

http://www.tigis.cz/images/stories/Fyziologie/2018/01/CSF_clanek_1_2018_Kratochvilova.pdf

 

 

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