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Schwangerschaftsdiabetes: Entwicklung & Diagnose

Hand mit Messgerät Schwangerschaftsdiabetes.

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Erkrankung, die während der Schwangerschaft auftritt, wenn der Blutzuckerspiegel über den Normalwert steigt. Es beeinflusst die Art und Weise, wie die Zellen Zucker (Glukose) verwenden, und kann zu einem hohen Blutzuckerspiegel führen, der die Schwangerschaft und die Gesundheit des Babys beeinträchtigen kann. Hier erfährt man, was man über diese Erkrankung wissen muss, einschließlich ihrer Entwicklung, Diagnose, Behandlung und Prävention (Vorbeugung).

Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Form von Diabetes, die während der Schwangerschaft, meist im zweiten oder dritten Trimester, auftritt. Sie tritt auf, wenn der Körper nicht genügend Insulin – ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert – produzieren kann, um den zusätzlichen Bedarf während der Schwangerschaft zu decken.

Wie sich Schwangerschaftsdiabetes entwickelt

Während der Schwangerschaft produziert die Plazenta (auch Mutterkuchen genannt), die das Baby mit der Blutversorgung verbindet, große Mengen verschiedener anderer Hormone. Fast alle dieser Hormone beeinträchtigen die Wirkung von Insulin in Ihren Zellen und erhöhen den Blutzucker. Ein leichter Anstieg des Blutzuckers nach den Mahlzeiten ist während der Schwangerschaft normal. Wenn dieser Anstieg jedoch dauerhaft bestimmte Werte überschreitet, kommt es zu Schwangerschaftsdiabetes.

Anzeichen und Symptome

Bei den meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes treten keine erkennbaren Symptome auf. Der Zustand wird typischerweise durch Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft erkannt. Bei manchen Frauen kann es jedoch zu folgenden Auffälligkeiten kommen:

  • Ungewöhnlicher Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Ermüdung
  • Brechreiz
  • Verschwommene Sicht

Diese Symptome treten auch bei normalen Schwangerschaften häufig auf und sind daher kein guter Hinweis auf die Erkrankung!

Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes wird in der Regel durch ein pränatales Screening und nicht durch gemeldete Symptome diagnostiziert. Das Screening umfasst typischerweise zwei Tests:

  1. Glukose-Challenge-Test: Dies ist ein vorläufiger Screening-Test, der zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Die Schwangere trinkt eine Sirup-artige Glukoselösung und eine Stunde später erfolgt eine Blutuntersuchung zur Messung des Blutzuckerspiegels.
  2. Glukosetoleranztest: Wenn der Blutzuckerwert beim Glukosetoleranztest höher als normal ist, wird zusätzlich ein Glukosetoleranztest durchgeführt. Die Schwangere muss zunächst hierfür über Nacht fasten, dann ihren Blutzuckerspiegel messen lassen, anschließend eine weitere Glukoselösung trinken und dann drei Stunden lang stündlich ihren Blutzucker kontrollieren lassen.

Umgang und Behandlung

Die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes konzentriert sich darauf, den Blutzuckerspiegel innerhalb eines Zielbereichs zu halten. Zu den Managementstrategien gehören:

  • Ernährungsumstellung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, bei der die Kohlenhydrataufnahme über den Tag verteilt ist. Vermeiden Sie übermäßiges Süßes und fettreiche Lebensmittel.
  • Sport: Regelmäßige körperliche Aktivität kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Schon ein täglicher Spaziergang für etwa 30 Minuten kann bereits einen Unterschied machen.
  • Überwachung des Blutzuckers: Regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass er in einem sicheren Bereich bleibt.
  • Insulintherapie: Manche Frauen benötigen möglicherweise Insulininjektionen, um ihren Schwangerschaftsdiabetes effektiv zu behandeln.

Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen

Obwohl man die Vorbeugung nicht garantieren kann, kann das Risiko durch die Einführung gesunder Gewohnheiten verringert werden. Zu diesen zählen:

  • Ein gesundes Gewicht halten: Übergewicht vor der Schwangerschaft erhöht Ihr Risiko.
  • Minimal verarbeitete, vollwertige Lebensmittel essen: Konzentrieren Sie sich auf Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Eiweiß.
  • Regelmäßig angemessenen Sport treiben: Wenn Sie vor und während der Schwangerschaft aktiv bleiben, können Sie sich vor Schwangerschaftsdiabetes schützen.

Risikogruppen und Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren können das Risiko für die Entwicklung eines Schwangerschaftsdiabetes erhöhen, darunter gehören:

  • Alter: Frauen über 35 sind einem höheren Risiko ausgesetzt.
  • Familienanamnese: Diabetes in der Familie erhöht das Risiko.
  • Früherer Schwangerschaftsdiabetes: Wenn man in einer früheren Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes gelitten hat, erhöht sich das Risiko, erneut daran zu erkranken.
  • Körpergewicht: Übergewicht oder Fettleibigkeit vor der Schwangerschaft.

Fazit

Schwangerschaftsdiabetes ist mit der richtigen Pflege und Anpassung des Lebensstils eine therapierbare Erkrankung. Indem man den Blutzuckerspiegel verstehen und überwachen lernt, kann man eine gesunde Schwangerschaft gewährleisten und Risiken für sich und das Baby verringern.

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