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Diabetische Nephropathie verstehen und erkennen

Nierenerkrankung

Diabetische Nephropathie: Ursachen, Diagnose und Behandlung dieser Nierenerkrankung

Die diabetische Nephropathie, auch bekannt als diabetische Nierenerkrankung, ist eine schwerwiegende gesundheitliche Komplikation, die einige Menschen mit Diabetes betrifft. Sie tritt auf, wenn der durch Diabetes verursachte hohe Blutzuckerspiegel mit der Zeit die Nieren schädigt. Solche Schäden können zu Nierenversagen führen, wenn sie nicht richtig behandelt werden. Dieser Artikel erläutert die Entstehung, Diagnose, Behandlung und Vorbeugung der diabetischen Nierenerkrankung und bietet wichtige Informationen für alle, die sich mit dieser Krankheit nicht auskennen.

Was ist die diabetische Nierenerkrankung?

Die diabetische Nephropathie (Nierenerkrankung) ist eine Nierenschädigung, die durch einen chronischen, unkontrollierten hohen Blutzuckerspiegel und hohen Blutdruck bei Menschen mit Diabetes entsteht. Die Hauptaufgabe der Nieren besteht darin, Abfallprodukte und überschüssige Substanzen aus dem Blut zu filtern, die dann mit dem Urin ausgeschieden werden. Im Laufe der Zeit kann ein hoher Blutzuckerspiegel die Gefäße in den Nieren schädigen und damit ihre Filterfunktion beeinträchtigen.

Die Entwicklung der diabetischen Nierenerkrankung

Das Fortschreiten der diabetischen Nierenerkrankung lässt sich in mehreren Phasen beschreiben:

  1. Hyperfiltration: Die Nieren filtern das Blut mit einer viel zu hohen Rate, was zunächst keine Symptome verursacht, aber schließlich doch zu Schäden führen kann.
  2. Albuminurie: Kleine Mengen von Albumin, einer Proteinart, beginnen in den Urin zu sickern, ein Zustand, der als Mikroalbuminurie bekannt ist und ein frühes Anzeichen für eine Nierenschädigung darstellt.
  3. Nachlassende Funktion: Mit fortschreitender Schädigung tritt mehr Albumin in den Urin aus, und die Fähigkeit der Nieren, Blut zu filtern, nimmt ab, was sich in einer Abnahme der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (GFR) zeigt. Die GFR ist die wichtigste Größe in der Abschätzung der Nierenfunktion.
  4. Nierenversagen: Schließlich können die Nieren vollständig versagen, ein Zustand, der als Nierenerkrankung im Endstadium bezeichnet wird und eine Dialyse oder Nierentransplantation erfordert.

Symptome und Auswirkungen

Im Anfangsstadium verursacht die diabetische Nierenerkrankung möglicherweise gar keine spürbaren Symptome. Wenn die Krankheit fortschreitet, können allerdings folgende Symptome auftreten:

  • Schwellungen der Beine, Knöchel, Füße, des Gesichts oder der Hände
  • erhöhter Harndrang
  • verminderter Bedarf an Insulin oder Diabetesmedikamenten
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • anhaltender Juckreiz

Die schwerwiegendste Folge der diabetischen Nierenerkrankung ist Nierenversagen, das lebensbedrohlich sein kann und eine umfangreiche Behandlung erfordert.

Wie wird die diabetische Nierenerkrankung festgestellt?

Die Diagnose der diabetischen Nierenerkrankung umfasst mehrere Untersuchungen:

  • Urinuntersuchungen: Prüfung auf Albumin (Eiweiß) im Urin, das eines der ersten Anzeichen für eine Nierenschädigung ist.
  • Blutuntersuchungen: Messung von Substanzen im Blut wie Kreatinin zur Beurteilung der Nierenfunktion und zur Berechnung der GFR.
  • Blutdruckkontrollen: Hoher Blutdruck ist sowohl eine Ursache als auch eine Folge von Nierenschäden.

Behandlung

Die Behandlung der diabetischen Nierenerkrankung konzentriert sich darauf, das Fortschreiten der Nierenschädigung zu verlangsamen und die Symptome zu kontrollieren:

  • Blutzuckerkontrolle: Die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels innerhalb eines Zielbereichs ist entscheidend.
  • Blutdruckkontrolle: Bluthochdruck sollte mit Medikamenten und Änderungen der Lebensweise behandelt werden.
  • Medikamente: ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) werden häufig verschrieben, um die Nieren zu schützen, indem der Blutdruck gesenkt und das Vorhandensein von Eiweiß im Urin verringert wird.
  • Ernährungsumstellung: Eine protein-, salz- und kaliumarme Ernährung kann empfohlen werden, um die Nieren zu entlasten.
  • Regelmäßige Überwachung: Eine kontinuierliche Überwachung durch medizinische Betreuung ist unerlässlich, um die Nierenfunktion zu kontrollieren und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung der diabetischen Nierenerkrankung gehört eine konsequente Behandlung des Diabetes und seiner Begleiterkrankungen:

  • Konsequente Blutzuckerkontrolle: Eine regelmäßige Überwachung und ein angemessenes Management des Diabetes sind unerlässlich.
  • Gesunde Lebensweise: Ein gesundes Gewicht, regelmäßiger Sport und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Kontrolle von Diabetes und Blutdruck bei.
  • Nicht rauchen: Rauchen kann Nierenschäden und andere diabetische Komplikationen verschlimmern.

Ist die diabetische Nierenerkrankung behandelbar oder umkehrbar?

Während frühe Stadien der diabetischen Nierenerkrankung beherrschbar sind und das Fortschreiten verlangsamt werden kann, ist eine Umkehrung erheblicher Nierenschäden im fortgeschrittenen Stadium in der Regel nicht mehr möglich. Mit einem wirksamen und frühzeitigen Eingreifen kann man aber das Fortschreiten einer schweren Nierenschädigung verhindern oder verzögern.

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