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Prädiabetes verstehen: Ein umfassender Leitfaden

Prädiabetes

Was ist Prädiabetes?

Prädiabetes ist ein Zustand, der durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist, die noch nicht den Schwellenwert für Typ-2-Diabetes erreicht haben. Etwa 5-10 % der Menschen mit Prädiabetes entwickeln jedes Jahr Diabetes, und ein ähnlicher Prozentsatz erreicht wieder normale Blutzuckerwerte. Die Verbreitung von Prädiabetes nimmt weltweit zu, und es wird erwartet, dass bis 2030 mehr als 470 Millionen Menschen davon betroffen sein werden. Prädiabetes geht mit Insulinresistenz und Betazellen-Dysfunktion (eine Störung der Betazellen der Bauchspeicheldrüse) einher, die beginnen, bevor Veränderungen des Blutzuckerspiegels festgestellt werden können. Eine Änderung des Lebensstils ist der wichtigste Ansatz zur Vorbeugung des Diabetes – damit verringert sich möglicherweise das Risiko um 40-70 Prozent, dass sich die Krankheit weiterentwickelt.

Wie entwickelt sich Prädiabetes?

Prädiabetes entsteht, wenn der Körper Schwierigkeiten hat, das Hormon Insulin zu nutzen, das für den Transport von Glukose in die Zellen zur Energiegewinnung notwendig ist. Dieser Zustand, der als Insulinresistenz bezeichnet wird, führt zu einer Anhäufung von Glukose im Blut und schafft die Voraussetzungen für Prädiabetes und schließlich Diabetes, wenn er nicht behandelt wird.

Wie wird Prädiabetes gemessen und diagnostiziert?

Prädiabetes wird durch Bluttests diagnostiziert, die den Glukosespiegel messen. Zu den wichtigsten Tests gehören:

  • Nüchtern-Plasma-Glukose: Misst den Blutzucker nach einer nächtlichen Nüchternheit. Ein Ergebnis zwischen 100 und 125 mg/dl weist auf Prädiabetes hin.
  • Oraler Glukosetoleranztest (OGTT): Misst den Blutzucker vor und zwei Stunden nach dem Verzehr einer zuckerhaltigen Lösung. Ein Wert zwischen 140 und 199 mg/dl nach zwei Stunden deutet auf Prädiabetes hin.
  • Hämoglobin-A1c-Test: Gibt die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der letzten drei Monate wieder und wird daher auch Langzeitblutzuckerwert genannt. Ein HbA1c-Wert zwischen 5,7 % und 6,4 % gilt als Prädiabetes.

Symptome von Prädiabetes

Prädiabetes hat oft keine Symptome, weshalb viele Menschen nicht wissen, dass sie daran leiden. Es ist jedoch wichtig, auf Anzeichen eines hohen Blutzuckerspiegels zu achten, wie z. B. erhöhten Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und verschwommenes Sehen.

Management und Behandlung von Prädiabetes

Die beste Behandlung für Prädiabetes ist eine Änderung der Lebensweise, die den Blutzuckerspiegel deutlich senken kann:

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Gemüse, hochwertigem Eiweiß, Vollkornprodukten und Obst ist.
  • Regelmäßige körperliche Betätigung: Bewegen Sie sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat, z. B. zu Fuß.
  • Gewichtsmanagement: Wenn Sie übergewichtig sind, kann schon eine kleine Gewichtsabnahme helfen.

In einigen Fällen wird die Einnahme von Medikamenten wie Metformin empfohlen, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, insbesondere bei Personen mit einem hohen Diabetesrisiko.

Wurde bei Ihnen kürzlich Prädiabetes diagnostiziert? Was Sie tun können

Wenn bei Ihnen vor kurzem Prädiabetes diagnostiziert wurde, können proaktive Maßnahmen Ihnen helfen, die Krankheit in den Griff zu bekommen oder sogar rückgängig zu machen:

  1. Informieren Sie sich: Lernen Sie so viel wie möglich über Prädiabetes und die Auswirkungen auf Ihren Körper.
  2. Suchen Sie eine medizinische Fachkraft auf: Besprechen Sie Ihre Diagnose mit einem Arzt, einer Ärztin oder einer Diätassistentin und lassen Sie sich individuell beraten.
  3. Führen Sie Änderungen im Lebensstil durch: Wie bereits erwähnt, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen, sich regelmäßig bewegen und auf ein gesundes Gewicht achten.
  4. Überwachen Sie Ihre Gesundheit: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte, um Ihre Fortschritte zu verfolgen. Halten Sie Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal, um Ihren Plan bei Bedarf anzupassen.
  5. Gesundheits- und Präventionskurse: Informieren Sie sich z.B. bei Ihrer Krankenkasse über deren Angebote.

Vorbeugung

Um Prädiabetes vorzubeugen, kann man dieselben Änderungen des Lebensstils anwenden, die man zur Behandlung der Erkrankung nutzt. Außerdem können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Risikopersonen dazu beitragen, die Krankheit frühzeitig zu erkennen.

Risikofaktoren und Risikogruppen

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, an Prädiabetes zu erkranken:

  • Alter: Älter als 45 Jahre
  • Gewicht. Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • Familiengeschichte: Ein oder mehrere an Diabetes erkrankte Familienmitglieder
  • Körperliche Inaktivität: Sesshafter Lebensstil

 

Fazit

Das Verständnis und die Behandlung von Prädiabetes sind entscheidend für die Vorbeugung von Typ-2-Diabetes und die Erhaltung der allgemeinen Gesundheit. Mit den richtigen Änderungen des Lebensstils können viele Menschen Prädiabetes rückgängig machen und ihr Risiko für Diabetes und damit verbundene gesundheitliche Komplikationen verringern.

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